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Hoher Besuch versetzte "unglaubliche" Frau in helle Aufregung

Ursula Schack erhielt Verdienstkreuz aus den Händen des Innenministers Rech

(22.03.2007) jaso. Großer Bahnhof für eine kleine Dame: Nervös wartet sie im Flur vom „Haus der Landsmannshaften“ in der Brötzinger Kirchenstraße. Gleich wird viel hoher Besuch in die kleinen Hallen des putzigen Fachwerkhauses strömen. „Ich bin schon ganz aufgeregt! Derweil stelle ich mich gar nicht gerne in den Vordergrund.“ Und es gab auch schon oft hohen Besuch. Aber heute, diesen Dienstagabend, kommt der nur ihretwegen und nicht wegen der zahlreichen Exponate, die von der Kunst und der Kultur früherer deutscher Ostgebiete erzählen. Der Landesinnenminister, der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende und die Oberbürgermeisterin – sie alle und noch viele mehr wollen dabei sein, wenn Schack das Verdienstkreuz am Bande in Empfang nimmt. „Frau Augenstein ist gerade vorgefahren,“ flüstert ihr ein älterer Herr zu. „Oh je! Jetzt geht es los.“

Dass sie diese Auszeichnung des Bundespräsidenten erhält, kam für Schack aus heiterem Himmel: „Ich war überrascht. Der Ministerpräsident hatte es mir geschrieben. Ich hatte gar keine Zeit, mich zu bedanken." Zweierlei Gründe haben zu dieser Anerkennung beigetragen: Zum einen setzte sich Schack in der Betreuung von Spätaussiedlern ein. Seit 15 Jahren leistet sie diese Eingliederungsarbeit. Zum anderen das Engagement für den Bund der Vetriebenen (BdV) und für das kleine Haus der Landsmannschaft. Nach dem Tod ihres Mannes 1988 trat sie die Nachfolge im Vorsitz der Vertriebenen-Kreisgruppe Pforzheim an und machte sich den Erhalt und die Pflege des Kulturguts zum obersten Ziel. Darüberhinaus organisierte sie zahlreiche Ausstellungen und Vorträge, um die kulturellen Werte der Vertreibungsgebiete in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. „Das Museum ist mein Lebenswerk.“ Umso mehr wünscht sie sich auch, dass nicht nur sie von der Auszeichnung profitiert: „Ich hoffe, dass sie mehr Interesse und Aufmerksamkeit auf unsere Arbeit und das Museum lenkt. Schließlich ist es ein lebendiges Museum und kein totes.“

Dieses Engagement verleitete Landesinnenminister Heribert Rech (CDU) zu einer sehr warmherzigen Laudatio gegenüber einer „unglaublichen“ Frau, die geprägt sei von „beispielhaftem, ehrenamtlichem Engagement und Respekt vor einer Persönlichkeit, voll an Energie und Schaffenskraft.“ Er bereue, dass er nicht seinen Eltern einen ähnlichen Dank habe angedeihen lassen wie jetzt Schack.

In seiner Rede subsummierte Rech die Gebiete des ehemaligen Ostpreußens unter dem Begriff Ostdeutschland. Differenzierter sah die Oberbürgermeisterin die Intension der Museumsmacherin: „Neugier zu wecken auf die östliche, ehemalige deutsche Kulturlandschaft,“ so Christel Augenstein, „das ist das Hauptanliegen, das Sie verfolgen.“ Das Engagement für Spätaussiedler betonte Landrat Karl Röckinger. Seit den 90-er Jahren habe die gebürtige Thüringerin, die ihre neue Heimat in Mühlacker-Enzberg gefunden hat, durch regelmäßige Wohnheimbesuche und Mitwirken im Arbeitskreis „Soziale Integration von Spätaussiedlern“ sehr großen Einsatz gezeigt. „Wir brauchen Menschen wie Sie, die Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen.“

Eine besondere Anerkennung wurde Schack auch durch die Vorsitzende der Vertriebenen-Frauen, Hilde Witopil, zuteil: Sie las aus einem Brief von BdV-Präsidentin Erika Steinbach (CDU), die damit die besten Glückwünsche überbringen lies."

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Letzte Aktualisierung: 19.11.2022

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