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Weltkindertag:

209 Euro für ein Kind - das ist ein Kunststück

(20.09.2006) reuters - Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Kommunen auf einer Pressekonferenz zum Weltkindertag am Mittwoch in Berlin kritisiert. “Es kann dann nicht sein, dass jetzt einige Kommunen prompt die Kindergartenbeiträge raufsetzen mit dem Argument, sie wären besser von der Steuer absetzbar,” sagte von der Leyen.

Zu Beginn des Jahres hatte die Bundesregierung eine bessere steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten beschlossen. Um Kinderarmut in Deutschland abzubauen, müsse ein Zugang zu Kindertagesstätten auch einkommensschwachen Familien und Alleinerziehenden ermöglicht werden, sagte von der Leyen. Das verhindere Kinderarmut. “Es ist auffallend, dass alleinerziehende Mütter mit Kindern unter sechs Jahren in den neuen Bundesländern ein geringeres Armutsrisiko haben als in den alten Bundesländern, weil es dort selbstverständlicher und unkomplizierter ist, Arbeit und Familie Hand in Hand gehen zu lassen.”

Unterstützung erhält von der Leyen durch den Kinderschutzbund. Dessen Präsident Heinz Hilgers erklärte: “Wenn die Eltern arbeitslos sind, dann sagt dir die Stadt: Du brauchst ja gar keinen Ganztagsplatz. Das ist genau falsch. Die Kinder brauchen einen Ganztagsplatz der Kinder wegen, und nicht, weil die Eltern beide arbeiten gehen.”

Der Kinderschutzbund geht von bundesweit 2,5 Millionen Kindern in Armut aus - also jedes sechste Kind. Gegenüber 2004 hat sich im Jahr 2006 die Zahl der Kinder, die auf Sozialhilfeniveau leben, somit verdoppelt. Gründe dafür lägen in den Änderungen der Arbeitslosenunterstützung und der Zunahme von Langzeitarbeitslosigkeit. “Und dann müssen die Kinder von 209 Euro im Monat leben. Das ist in Deutschland wenig, wenn Sie damit Kleidung, Ernährung, Schulbedarf, alles sicherstellen wollen. Das ist ein Kunststück.”

Auf die Kinderarmut in Deutschland macht der Kinderschutzbund seit Mittwoch mit der bundesweiten Aktion 2,5 Millionen Flaggen gegen Kinderarmut aufmerksam. An 106 Standorten werden blaue Fähnchen in den Boden gesteckt. Jedes steht für ein Kind in Armut. Am Mittwochvormittag startete die Aktion auf der Spreebogenwiese in unmittelbarer Nähe zum Bundeskanzleramt. Dort steckten 200.000 Fähnchen im Boden und verwandelten den grünen Rasen in ein blaues Papier-Meer.

Kinder und Jugendliche haben nach Angaben des Kinderschutzbundes in Deutschland ein hohes Armutsrisiko. 15 Prozent der Kinder unter 15 Jahren und knapp 20 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren seien betroffen. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks wächst die Armut von Kindern in Deutschland stärker als in den meisten anderen Industrieländern.

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Letzte Aktualisierung: 14.8.2019

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