Nach dem Besuch in Koblenz Klöckners Meinung Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, CDU, besuchte eine Parteiveranstaltung in den Räumen eines Unternehmers, der die umstrittene Internetseite „Nius“ finanziert. Ihr Umgang mit der Kritik wirft Fragen auf. Klöckners Auftritt in Koblenz AfD-OB-Kandidat ausgeschlossen
Früh übt sich...
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Stadtwerkekongress & WärmeplanungPläne mit ProblemenWo lässt sich eine Ortschaft mit Fernwärme erschließen, wer muss sich um eine eigene Lösung wie eine Wärmepumpe kümmern? Diese Pläne sollen Großstädte im Juni nächsten Jahres vorlegen, kleinere Kommunen im Juni 2028. Es ist eine Mammutaufgabe, die auch die Teilnehmer des „Stadtwerkekongress“ in Mainz beschäftigt.(30.09.2025) Drei von vier Wohnungen in Rheinland-Pfalz werden derzeit mit Öl oder Erdgas beheizt. In 20 Jahren sollen es deutlich weniger sein: null. Um herauszufinden, wie jede Stadt und Gemeinde dieses Ziel erreichen kann, schreibt das Wärmeplanungsgesetz vor, dass Kommunen das Heizverhalten ihrer Unternehmen und Bürger analysieren und aus den Ergebnissen Wärmepläne erstellen. Sonne und Holz fürs Wärmenetz Im Ortsteil Bingen-Büdesheim ist aus Plänen schon Wirklichkeit geworden. Ingenieur Christoph Zeis, Geschäftsführer Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe, führt mit Leidenschaft durch seine Anlage zur Biomasseverfeuerung. Holzhackschnitzel und Holz-Pellets sorgen hier für Wärme nicht nur im benachbarten Wohngebiet mit 100 Wohnhäusern, sondern beheizen auch den Campus der Hochschule Bingen. Den Strombedarf der Anlage deckt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die Nacht überbrücken Batteriespeicher. "Der große, große Vorteil dieser Art von Nahwärmeversorgung: Weil sie auf erneuerbaren Energien beruht, ist sie auch CO2-neutral - nachgewiesen über ein Gutachten. Die Vorgaben des Bundes, bis 2045 klimaneutral zu sein, erfüllen alle unsere Kunden, die an diesem Wärmenetz hängen, jetzt schon im Jahr 2025", erzählt Zeis stolz. Prinzip der "Wärmedichte" wird umgesetzt Profitiert hat Zeis von einer Anschluss- und Nutzungspflicht. Denn wer im Neubaugebiet nebenan baute, der muss die Fernwärme aus Zeis‘ Anlage auch abnehmen. Und entscheidend für den Erfolg der Anlage sei eben diese "Wärmedichte", erklärt Zeis: "Wenn sich nicht genügend Häuser an ein Wärmenetz anschließen, dann wird es auch keine Investoren geben, die ein solches Netz bauen und betreiben." "Blockbuster nennt Zeis solche Großverbraucher (im Büdinger Netz ist es die Hochschule), die eine Rentabilität des Fernwärmenetzes sichern. Rasenheizung im Mainzer Stadion hat Fernwärme Jene "Blockbuster" sucht auch die Stadt Mainz. Die technische Vorständin der Stadtwerke, Kerstin Stumpf, sieht die Stadt dabei auf einem guten Weg bei der Wärmewende. Denn viele der angeschlossenen Gebäude seien Großverbraucher, etwa die Universität, der Dom oder große Wohnkomplexe. "Auch die Rasenheizung im Stadion läuft mit Fernwärme." Und das sei Teil der Strategie: Zunächst werde die Leitung zum Großkunden gelegt, im zweiten Schritt dann den Haushalten auf dem Weg dorthin angeboten, sich auch ans Netz anschließen zu lassen, erklärt Stumpf im Rahmen des Stadtwerkekongresses des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Stadtwerkekongress: Hauptthema Wärmeplanung Bei dem zweitägigen Kongress kommen 700 Vertreter von Stadtwerken und kommunalen Versorgungsunternehmen in Mainz zusammen. Ihr Hauptthema: die kommunale Wärmeplanung. VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing dringt auf schnelle Unterstützung aus der Bundesregierung: "Ziel muss ein Winter der Entscheidungen für die Wärme sein." "Klimaneutrales Heizen muss für alle bezahlbar sein" Bürger, Wirtschaft und Stadtwerke brauchten Planungssicherheit und mehr Geld: "Denn Wärmeversorgung, gerade Fernwärme, ist erst einmal für die Betreiber mit hohen Investitionskosten verbunden und die müssen gestemmt werden, und hier reichen im Moment noch nicht die Rahmenbedingungen, um verlässlich hohe Millionen-, Milliardenbeträge in die Fernwärme zu investieren", schildert Liebing. "Klimaneutrales Heizen muss sicher sein und für alle bezahlbar." Kosten für Fernwärme oft noch zu hoch Nach einer VKU-Umfrage zur Wärmewende unter 609 Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern gaben laut Liebing 82 Prozent der Stadtwerke an, dass unter den derzeit geltenden Rahmenbedingungen die Kosten für Wirtschaft und Bürger zu hoch seien. Die bisherige Finanzierung hielten demnach 68 Prozent der Unternehmen für unzureichend. Hauseigentümer, die nun die Wärmepläne abwarteten, um sich dann eine passende Heizungsanlagenart auszusuchen, könnten enttäuscht werden, befürchtet Zeis. "Ich halte das für ein großes Problem, wenn Gemeinden Wärmenetzgebiete ausweisen. Denn der Plan allein sagt ja noch nicht, ob sie auch tatsächlich realisiert werden." Trotzdem sieht er die kommunale Wärmeplanung als Chance: "Sogar als Voraussetzung, um die Wärmewende zu schaffen." |
Im Magazin: 70 Jahre Deutscher Gewerkschaftsbund Auf dem Trittbrett Der Deutsche Gewerkschaftsbund wird 70 und feiert das mit einem Festakt in Berlin. Die Freude trübt, dass nicht mal jeder fünfte Arbeitnehmer Gewerkschaftsmitglied ist. Die Gründe dafür sind vielfältig. Gesichtserkennung am Bahnhof Tag der Pressefreiheit
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