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Letzte Aktualisierung: 18.4.2024

• Bahnprobleme: Die Entschuldigungsleistung kommt

Sendedatum: 30.08.2013 • Format, Länge: Rep 1:24 • Sender: ARD

Seit Freitagabend, 20 Uhr, ist laut Bahn das Zug-Chaos im Mainzer Hauptbahnhof Geschichte. Jetzt gilt wieder der reguläre Fahrplan. Nach mehreren Wochen Ausnahmezustand will die Bahn ihre Stammkunden mit bis zu 50 Euro entschädigen.

Zeit ist Geld. Auch Wartezeit wegen Zugausfällen. Dementsprechend will die Bahn den Zeitverlust ihrer Stammkunden am Mainzer Bahnhof mit Geld ausgleichen.

O-TON Jürgen Kornmann, Sprecher Deutsche Bahn Personenverkehr: „Wir wollen unsere Kunden, bei denen wir uns nochmals ausdrücklich entschuldigen für die Beeinträchtigungen der letzten Wochen, entschädigen und zwar auf Basis einer freiwilligen Kulanzleistung.“

Die gibt es mit dem Formular „Kulanz Mainz“. Damit erhalten betroffene Inhaber von Zeitkarten bis zu 50 Euro. Neben diesen Kosten und dem Imageverlust wird die Bahn aus Mainz noch mehr Einbußen mitnehmen müssen: Der Zweckverband, der die Nahverkehrs-Verträge mit der Bahn abgeschlossen hat, will Geld zurück.

O-TON Michael Heilmann, Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd: „Das bedeutet, dass all‘ die Zugleistungen, die ausgefallen sind, nicht bezahlt werden. Das ist eine Größenordnung für die DB Netz AG an entgangenen Trassenentgelten über mehrere hunderttausend Euro."

Auch wenn in diesen Minuten der Zugverkehr in Mainz wieder nach Plan läuft: Die strukurellen Probleme, die zu den Zugausfällen führten, sind laut Gewerkschaft nicht beseitigt.

O-TON Klaus-Dieter Hommel, Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft: "Wir freuen uns natürlich für die Kunden der Bahn, dass in Mainz die Bahn wieder regelmäßig fährt. Die Personalprobleme in Mainz vielleicht temporär gelöst. Allerdings fehlen uns in Deutschland noch mehr als 1000 Fahrdienstleiter. Das bedeutet: Mainz kann morgen leider Gottes bald überall sein."

Am Montag sind Bahnchef Grube und Bundesverkehrsminister Ramsauer in den Verkehrsausschuss des Bundestages eingeladen. Thema der Sitzung: „Die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs“.



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• Schuldenkrise: Von Amerika lernen?

Sendedatum: 18.06.2012 • Format, Länge: Rep 1:50 • Sender: ARD

Amerika begann als Schuldenunion. In der Krise paukte die Gemeinschaft jeden raus. Das raten Angelsachsen jetzt auch den Europäern. Aber was hat es auf sich mit einer Idee der Vereingten Staaten von Europa?

Die Lösung der Euro-Schuldenkrise liegt vielleicht hinter diesen Buchrücken einer Amerikanistik-Bibliothek. Denn wenn man weit genug zurückblättert in der amerikanischen Geschichte, findet man irgendwann ihn: Alexander Hamilton. Vor mehr als 200 Jahren ist er der erste Finanzminister der USA - einer Nation mit mehreren Schuldenstaaten.

O-TON Volker Hentschel, Wirtschaftshistoriker Uni Mainz: "Und nun musste man überlegen, was macht man in dieser Situation. Die Länder, die weniger stark verschuldetet waren, wollten, dass die neuen Bundesstaaten die Schulden einzeln tilgten. Der neue amerikanische Finanzminister war der Meinung, das geht nicht, das zerreißt politisch die eben gegründete Union, und bemüht sich dann darum, dass eine gemeinsame Schuldentilgung stattfindet."

Mehr als zwei Jahrhunderte später haben wir wieder ein loses Gebilde von einzelnen Staaten, diesmal die europäische Union. Und genau wie einst gibt es auch heute hier Staaten mit hohen Schulden. Sie stehen unter dem Druck der Finanzmärkte. Die Amerikaner mussten sich einst vom Druck der englischen Krone befreien. Alles damals wie heute, so scheint es, nur wir sind noch nicht soweit wie die Amerikaner im 18. Jahrhundert.

O-TON Volker Hentschel, Wirtschaftshistoriker Uni Mainz: "Solange wir diese unterschiedlichen Schuldenstände haben; solange wir uns dagegen wehren, dass ein Staat für den andern eintritt und dabei hilft, dessen Schulden zurückzuzahlen und die Schuldenkrise mitzubewältigen; solange werden wir dies Einigkeit nicht schaffen und sind dementsprechend möglichen Angriffen von außen weiterhin ausgesetzt."

Alexander Hamilton gelang es, eine scheinbar aussichtslose Finanzkrise am Ende in ein politisches und wirtschaftliches Erfolgsmodell zu verwandeln. Leider findet sich aber auch das in den amerikanischen Geschichtsbüchern: Die Bundesstaaten machten schnell wieder neue Schulden.



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