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Letzte Aktualisierung: 20.9.2019

• Fehlbildungen bei Babys: Forderung nach Register

Sendedatum: 18.09.2019 • Format, Länge: Rep 1:26 • Sender: ARD

In Mainz sind Fehlbildungen bei Neugeborenen 16 Jahre lang in einem Register dokumentiert worden. Die Mediziner haben sich deshalb zu den ungewöhnlichen Häufungen solcher Fälle in Gelsenkirchen geäußert. Sie fordern Fehlbildungsregister an verschiedenen Standorten in Deutschland. Damit sollen Häufungen von Fehlbildungen schnell erkannt und ihre Gründe ausfindig gemacht werden.

Drei Säuglinge mit einer ähnlichen Fehlbildung innerhalb von drei Monaten: Der Fall des Sankt Marien-Hospitals in Gelsenkirchen gibt Medizinern Rätsel auf. Ob alle Fälle eine gemeinsame Ursache haben, ist unklar.

Ärzte der Universitätsmedizin Mainz versuchen nun, bei der Aufklärung zu unterstützen, auch wegen weiterer Verdachtsfälle.

O-TON Univ.-Prof. Dr. Fred Zepp, Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz: „Diese Informationen muss man jetzt zusammenführen und seriöse auswerten, um dann ableiten zu können, ob es sich um ein Cluster, also einen Hinweis auf eine relevante Bedrohung handelt oder ob es tatsächlich nur zufällige Ereignisse gewesen sind.“

Dabei könne ein Fehlbildungsregister wie das in Mainz helfen. Über 25 Jahre hinweg sammelten Ärzte gezielt Risikofaktoren für Fehlbildungen bei Babys, in dem sie 3500 Kinder im Jahr dsarauf untersuchten. Doch solche Register gibt es nur in drei Regionen, gut doppelt soviele wären laut Universität Mainz nötig.

O-TON Dr. Annette Queißer-Wahrendorf, Leiterin des Mainzer Geburtenregisters: „Eine deutschlandweite Fehlbildungserfassung ist aus meiner Sicht nicht notwendig, es reicht, wenn wir fünf bis zehn Prozent der Neugeborenen entsprechend monitoren, also Fehlbildungen untersuchen, und dann die ganzen Daten zusammenführen.“

Zu Fehlbildungen führen genetische Veranlagung und äußere Einflüsse in Form von Giftstoffen oder Medikamenten, aber auch Vorerkrankungen der Mutter und Infektionen während der Schwangerschaft. In der Hälfte der Fälle wird die Ursache der Fehlbildung allerdings nie aufgeklärt.



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