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Letzte Aktualisierung: 26.5.2020

• Corona-Krise: Helfen Tests für Lehrkräfte?

Sendedatum: 26.05.2020 • Format, Länge: Rep 1:31 • Sender: ARD

Der Virologe Christian Drosten schlug in einem Interview mit dem Deutschlandfunk vor, jeden Lehrer und jede Lehrerin sowie jeden Erzieher und jede Erzieherin einmal die Woche auf das Coronavirus zu testen – „als Beruhigungs- oder Servicefunktion für dieses sehr wichtige Personal“, wie er sagte. Klingt auch naheliegend, hält doch zum einen ein Lehrer vielleicht eine dreiviertel Stunde Unterricht und sieht sich dabei ständig potentiellen Virusüberträgern, den Schülern, gegenüber. Andererseits könnte auch er selbst den Virus von einer Klasse zur nächsten tragen - vor allem, wenn er den Klassenclown laut ermahnt und dabei die Tröpfcheninfektion um sich schlägt. Also Lehrkräfte testen und das Problem ist weg. Nur so einfach ist es nicht.

Als sich die Schulen schrittweise wieder öffneten, verwandelten sich Lehrer in Verkehrsplaner. Sie leiteten zum Beispiel die Schülerströme so, dass sie die anderthalb Meter Sicherheitsabstand einhalten. Aber was ist mit der Lehrkraft an sich, die vor möglichen Infizierten unterrichtet oder selbst das Virus von Klasse zu Klasse trägt? Oder sogar beides?

O-TON Marlis Tepe, Vorsitzende Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: „Die Lehrkräfte brauchen den Schutz vor den Kindern und sie möchten natürlich auch den Schutz für die Kinder. Beides. // Die ganz kleinen Grundschulen, die Kitas mit den Kindern, die gar keine Abstände wahren können, die riesigen Berufsschulen mit tausenden von Schülern: Da muss sichergestellt werden, wie sich das Infektionsgeschehen ausbreitet.“

Auch aus diesem Grund bezahlt Sachsen von Montag an freiwillige Corona-Tests für Lehrkräfte. Gut finden das Virologen, denn je mehr Tests, desto mehr Infizierte würden erkannt, vielleicht auch jene ohne Symptome. Nur: Das bundesweit für fast eine Million Lehrer anzubieten sei kaum machbar.

O-TON Univ.-Prof. Dr. Bodo Plachter, Virologe Universitätsmedizin Mainz: „Für alle Lehrer in Deutschland jede Woche einen Test: Das ist dann schon sehr sportlich. Die Frage ist, ob sich so etwas umsetzen lässt. Und dann muss man dazu sagen: Das gibt natürlich auch immer eine falsche Sicherheit: Ich bin heute negativ und morgen scheide ich Virus aus. Das muss man sehr genau prüfen, ob so etwas Sinn macht. Ganz abgesehen davon, dass da eine entsprechende Logistik dahinter steht.“

Ein freiwilliger Corona-Test für alle Lehrkräfte bedeutet viel Aufwand. So gilt weiterhin: die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und vielleicht das Schulhofleitsystem nachbessern.



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