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Sinnbild für einen Hauch von Wildnis und intakter Natur

NABU, Luchsinitiative und Naturparks stellen Luchs-Poster vor

(21.12.2006) jaso. „Wie unangenehm, wenn einem so viele Leute beim Essen zuschauen,“ ging den drei Luchsen im Wildpark vielleicht durch den Kopf. Mehrere Journalisten, Fotografen und Schaulustige standen auf der Aussichtsplattform und warteten gespannt auf das „bestialische“ Geschehen im Gehege: Fauchend und knurrend taten die Schauobjekte ihren Unmut darüber kund ­ ein Mix aus Hundegeknurre, dumpfen Katzenmiauen und dem Knarren einer alten Holztür. Aber dann schlug doch der Instinkt durch und mit einem beherzten Sprung katapultierte sich eines der prachtvollen Tiere drei Meter in die Höhe und biss zielsicher das tote Kücken von der Leine. Das gleich daneben das neue Plakat von NABU, Luchs-Initiative und Landesnaturparks hing, ließ das Tier mit den Pinselohren unbeeindruckt - obwohl ein Prachtexemplar des Lynx lynx, so der wissenschaftliche Name des Luchses, darauf abgebildet ist und für die Zukunft seiner Artgenossen in freier Wildbahn werben soll.“

Luchse fürs Wohnzimmer“ nennt NABU-Landesvorsitzender Stefan Rösler die Aktion. „So ein echter Luchs lässt sich schließlich schlecht aufs Sofa setzen.“ Über diesen innendekorativen Tipp hinaus möchte die Aktion aber dem Luchs den Weg in die Region Nordschwarzwald ebnen. Ein paar Tiere sollen schon im Süd- und Mittelschwarzwald gesichtet worden sein. „Der Luchs ist nach Baden-Württemberg zurückgekommen. Dank neuester Technik wurde er 2005 im Oberen Donautal gesichtet. Vor ihm muss man keine Angst haben: Der Luchs ist scheu!“ Das macht es auch schwer, die 100 Euro Meldeprämie zu verdienen, falls man Luchs-Spuren finden sollte. Das „Luchs-Menü“, wie es auf einer Schautafel neben dem Gehege belegt, bestehe vornehmlich aus Hasen und Mardern, vielleicht mal ein Reh, und als Snack zwischendurch Hamster. „Dem Menschen gegenüber sind Luchse scheu. Auch Kinder werden nicht angegriffen,“ sagt Rösler.

Genau diese Informationen soll auch das Plakat vermitteln: Der Luchs als Freund, der - wenn er gesichtet wird - eher für mehr „sanften Tourismus“ als für wirtschaftlichen Schaden sorgt. Diese Erfahrung machte auch NABU-Biologe Michael Hug: „Im Nationalpark Harz ist der Luchs nach seiner Auswilderung im Jahr 2000 jetzt allgemein akzeptiert.“ Im Bayerischen und im Pfälzerwald sei die Großkatze längst zum Sympathieträger geworden und ein Sinnbild für einen Hauch von Wildnis und intakter Natur. Das Poster mit Pinselohren und Samtpfoten gibt es auf den Internetseiten des NABU, www.nabu-bw.de

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Letzte Aktualisierung: 25.11.2020

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