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Schule, die Begeisterung schafft und Selbstvertrauen schärft

Tobias Dauenhauer erhielt Ernennungsurkunde als Rektor

(16.12.2006) jaso. Mehr als ein halbes Jahr nach seiner Ernennung zum Rektor der Otterstein-Haupt- und Werkrealschule fand gestern Mittag die Amtseinfühung von Tobias Dauenhauer statt. Es ist keine Seltenheit, dass beide Termine oft ein, zwei Jahre auseinander liegen. Dass es bei Dauenhauer schneller ging, mag vielleicht ein Zeichen sein für die neue Wertschätzung eines Hauptschulrektors. Denn, wie Stadtrat Rolf Constantin in seinem Grußwort sagte, „ist es heute schwierig, fähige Bewerber zu finden“. Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen, Innovationsfähigkeit und die Zerreißprobe zwischen Schülern, Lehrern, Eltern und Ämtern schreckten viele ab. Aber, gab Schulamtsleiter Eckart Scheef zu bedenken, „die Schulleitung ist nun mal der Schlüssel im System“. Zweieinhalb Stunden wurde deshalb mit Reden und Schülerdarbietungen der Einstieg versüßt, sodass Dauenhauer schließlich strahlend gestand: „Ich bin richtig hingerissen!“

Ähnlich zeigten sich auch Stefanie, Liana, Melanie, 14 und 15 Jahre: „Er ist ein sehr guter Lehrer, weil er jünger als die anderen ist. Sein Unterricht macht Spaß, weil er zum Beispiel die Aufgaben in Mathematik gut erklärt.“ „Und er spricht leise. Dann sind alle anderen automatisch ruhig. Bei ihm ist alles toll!“ Die drei Damen sind begeistert. Und das ist auch das erklärte Ziel Dauenhauers: „Begeisterung ist ein wichtiges Thema für den Lehrer. Sie schafft Faszination und ermöglicht es so, der Langeweile zu entfliehen.“ Er selbst habe als Kind durch seine Begeisterung gegenüber Feuerwerkskörpern die Faszination an der Chemie entdeckt. Schließlich studierte er Chemie, bestand 1998 das erste Staatsexamen mit Auszeichnung. Aber nicht nur trockene Lehrinhalte gelte es zu vermitteln: „Nur wer Leben gelernt hat, kann lebenslang lernen“, gab Dauenhauer zu bedenken. Deshalb wird seine Schule zum „ganzheitlichen Lernort“, in den außerschulische Partner einbezogen werden.

Wie in der Zusammenarbeit mit dem Alpenverein, bei der schwierige Schüler durch Klettersport Herausforderungen annehmen können.„Rektor ist eine spannende Aufgabe. Dazu gehören auch ­ wie ich sie immer nenne ­ verhaltensoriginelle Schüler, die viel können, wenn sie wollen. Der Rückgang an Schülerzahlen? Bald könne nur noch einzügig unterrichtet werden. „Es ergeben sich aber auch Vorteile: besseres pädagogisches Arbeiten und erleichterte Integrationsarbeit. Lernqualität vor Quantität. Dann können wir weitermachen, jedem eine Chance zu geben in einer Schule, die Selbstvertrauen stärkt.“ In seinem Programm zur Stellenausschreibung stellte er unangemeldete Unterrichtsbesuche in Aussicht.

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Letzte Aktualisierung: 21.10.2019

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