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Vorweihnachtliche Atmosphäre im kalten Kirchenschiff

Jährliches Weihnachtskonzert des Theodor-Heuss-Gymnasiums sorgte für tosenden Beifall

(22.12.2006) jaso. Ein wahres Marathon-Weihnachtskonzert veranstaltete das Theodor-Heuss-Gymnasium am Mittwochabend in der Sankt-Antonius-Kirche. 37 weihnachtliche Darbietungen, darunter auch mehrere ausführliche Medleys, stemmten die mehr als 130 Beteiligten in einem zweieinhalbstündigen Programm ohne Pause. Die 400 Zuhörer dankten es schließlich mit stehenden Ovationen.

Qualität mag besser sein als Quantität, mag man beim Blick auf das Programmheft zuerst gedacht haben. Doch die Schüler des Gymnasiums belehrten eines besseren: Es geht auch beides. Denn sie spielten und sangen auf hohem Niveau. Damit sorgten sie stilsicher dafür, nach der anfangs wegen der warmen Temperaturen ausbleibenden, weihnachtlichen Stimmung nun vier Tage vor Heilig Abend Besinnlichkeit und die Lust am In-sich-gehen nachzuholen. Unterstützt wurden sie vielleicht auch von der Kälte im Kirchenschiff. Denn die ließ das Publikum schnell die Bitte des Rektors, Karl-Heinz Renner, vergessen, wegen des vollen Programms von Applaus zwischen den einzelnen Darbietungen abzusehen. Nein, wenn sowieso eine Umbaupause etwa vom Unterstufenchor hin zum Blasorchester anstand, dann wurde laut Beifall geklatscht. Nicht nur, um der Begeisterung Ausdruck zu verleihen, sondern wohl auch ein bisschen, um die kalten Hände warm zu bekommen.

Warm ums Herz wurde vielen Zuhörern bei dem Soloauftritt von Sonja Hurani oder dem Duett von Davina und Viktoria Krichbaum. Mit einfühlsamen Balladen ernteten sie tosenden Applaus. Ebenso laut wurde es nach „Hört der Engel helle Lieder“, das der Unterstufenchor zusammen mit dem Jugend-Blasorchester Mühlhausen intonierte. Ein Garant für schwungvolle Weihnachtsmusik war die Musical-AG unter der Leitung von Mark Lotichius.

„Der Gesamtklang war sehr gut. Und wir haben umgesetzt, was wir in den Proben seit Beginn des Schuljahres geübt haben: Dynamik, Form und freudiges Musizieren,“ resümierte Berthold Steigleder, der die Gesamtleitung des Konzerts inne hatte und dafür mit allen Musikern drei Tage in Klausur auf dem Dobel verbrachte. Vor besondere Herausforderungen stellte den Musiklehrer, dass dieses Jahr zum ersten mal das Blasorchester integriert werden musste: „Schon im Juli begann die Planung. Es galt, viele Stücke entsprechend der größeren Besetzung zu bearbeiten.“

Viele Beteiligte bedeutet auch mehr Risikio, dass einer patzt. Klarinettistin Juliane und Lisa an der Trompete zeigten sich vor ihrem Auftritt aber ganz cool: „Wir sind schon öfters aufgetreten auf Empfängen wie dem Neujahresempfang der Stadt oder auf Abiferiern.“ Was dann an diesem Abend das besondere sei? „Es ist eine gute, vorweihnachtliche Atmosphäre.“

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Letzte Aktualisierung: 16.7.2020

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