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Dissonanzen übertönt von Freude über Erfolge

Auf dem Neujahresempfang des Handwerks ging es um Alfons-Kern-Schule und Schulbildung

(19.01.2007) jaso. Empfänge zeichnen sich im Allgemeinen aus durch ein positives Grundgefühl. Schließlich freut sich der Gastgeber, dass Gäste kommen, wenn sie überhaupt kommen. Und die Gäste wiederum, dass sie eingeladen wurden. Verstärkt wird diese Freude beim Neujahresempfang: Die Empfangenen blicken in die gemeinsame Zukunft, stoßen mit einem guten Tropfen darauf an. Bei Neujahresempfängen blickt man aber auch immer wieder gerne zurück. In diesem Moment stieß es manchem Gast des Neujahresempfangs des Handwerks am Mittwochabend aber auf. Denn Kreishandwerksmeister Jürgen Pfirmann und Oberbürgermeisterin Christel Augenstein gerieten in ihren Reden in Sachen Neubau der Alfons-Kern-Schule aneinander.

Entgegen früherer Zusagen sei die Handwerkskammer erst jetzt in die Planungskommission der Schule berufen worden. Zu spät, wie Pfirmann kritisierte: „Jetzt, nachdem d’ Katz d’ Bom nuff isch, jetzt erst erinnert man sich wieder dieser Partnerschaft.“ Augenstein beschwichtigte in ihrer Rede: „Ein paar Anmerkungen dazu dürfte ich dieses Jahr ja wieder machen, ohne Prügel zu beziehen. Denn der Gemeinderat ist sehr auf ihren Rat angewiesen.“ Nachdem das Gremium vor wenigen Wochen mit großer Mehrheit den Siegerentwurf aus dem Planungswettbewerb zur Grundlage weiterer Planung und Umsetzung gemacht habe, werde nun auch das Handwerk in die Projektbesprechung einbezogen. Aber, scherzte Augenstein versöhnlich: „Ich hoffe, Sie wissen, was Sie sich damit eingebrockt haben.“

Neben dieser Unstimmigkeit aufgrund nachgezogener Kritik suchten Handwerk und Stadtoberhaupt aber auch den Einklang. Beide betonten den Wert von Wissen. Pfirmann wohl aus der Not heraus, dass bei Leistungstests am „Tag der Berufsinformation“ die jungen Teilnehmer nicht „berauschend“ abgeschnitten hatten: „Lediglich 22 Prozent haben den Test bestanden. Das beste Ergebnis entsprach einer Drei.“ Staat und Familie seien gleichermaßen gefordert und das Handwerk begrüße es daher, wenn in Pforzheim und dem Enzkreis verstärkt Ganztagesschulen entstünden. „Es geht leider nicht anders!“

Für Augenstein liege einer der maßgeblichen Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft in der Bildung. Es bedürfe neben wissenshungrigen und lernbereiten jungen Menschen aber auch der Unternehmen und Betriebe, die bereit seien, in diese Menschen zu investieren. Mit Freude habe sie deshalb die Ausbildungszahlen der Handwerkskammer Karlsruhe gelesen, nach denen auch 2006 die Vorgaben des Ausbildungspaktes erneut problemlos erfüllt worden seien: 4 000 Unternehmen bildeten mehr als 7 400 Jugendliche in mehr als 100 Berufen aus. „Das verdient unser aller Dank und größte Anerkennung,“ sagte Augenstein und erntete großen Applaus.

Diese Beifallsbekundung wurde auch den vier erfolgreichsten Teilnehmern im bundesweiten Handwerksjugend-Leistungswettbewerb zu teil: Tanja Dittes wurde erste Bundessiegerin als Fachverkäuferin im Konditorenhandwerk. Erste Bundessieger wurden auch Jens Aichele im Bereich Modellbauer und Alexander Hofmaier als Uhrenmacher. Nur knapp mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste sich Joachim Butz im neuen Ausbildungsberuf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Pfirmann zeigte sich stolz über diese Ergebnisse, „zeugt dies doch von der hohen Ausbildungsqualität unserer Betriebe und der lokalen Berufsschulen.“

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Letzte Aktualisierung: 21.10.2019

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