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Toleranz, Liebe und Hoffnung werden Versöhnung auf dem Balkan vorantreiben

Zum 150. Landesfest des Gustav-Adolf-Werkes Gäste aus zehn Nationen / Auch Vertreterin aus dem jugoslawischen Novi Sad

(1999) jaso. "Evangelischsein verbindet - Kreise ziehen", unter diesem Motto stand das 150. Landesfest des Gustav-Adolf-Werks in der Thomasgemeinde. Knapp 200 Gäste konnte Pfarrerin Heike Reisner-Mußgnug Freitag abend willkommen heißen, darunter auch Vertreter der Partnerkirchen des Werks aus zehn Nationen.

"Kreise ziehen, in dem man einen Stein ins Wasser wirft, heißt weitergeben,was bewegt," veranschaulichte Reisner-Mußgnug das Motto und lud in diesem Sinne auch internationale Gäste zu sich auf die Bühne.

So etwa Eva Michel aus dem portugiesischen Santa Cruz, die die Randposition des protestantischen Glaubens in ihrer Region schilderte. "Wir werden oft übersehen, aber dennoch können wir uns etwa durch soziale Arbeit in der Gesellschaft hervorheben."

"Kreise ziehen" kann auch Pfarrer Janos Lörincz aus Rumänien, der dort einen der wenigen Behinderten-Kindergärten und eine Schule für Straßenkinder initiierte. "Dabei bin ich dankbar, feste Freundschaften hier nach Baden knüpfen zu können."

Für einen Überraschungeffekt sorgte Gerhard Döhring. Zum 300jährigen Bestehen der Waldensergemeinden warf der Geschäftsführer der Landeskirche einen nüchternen Blick zurück auf die Ankunft der Waldenser in Deutschland, bis er von zwei "Einheimischen" jäh unterbrochen wurde. Die beiden Schauspieler schilderten in ihrer satirischen Einlage, welche Vorteile die Eingliederung der waldensischen Bevölkerung in die deutsche Gesellschaft mit sich brachten und stellten unausgesprochen einen Bezug zur heutigen Flüchtlingssituation her.

In einer zweiten Gesprächsrunde lud Reisner-Mußgnug Julia Schal vom ökumenischen Hilfswerk aus Novi Sad auf die Bühne. Was die Beziehungen zu Jugoslawien beträfe, so sei es wichtig, mit viel Toleranz, Liebe und Hoffnung Versöhnungsarbeit bald anzufangen. "Momentan ist der böse Geist aus der Flasche herausgekommen," das erfordere Geduld und Absage an Nationalismus und Chauvinismus. Denn ein baldiges Verzeihen würde vermeiden, daß Feindbilder über Generationen hinweg weitergegeben werden. "Man muß die Nähe zueinander betonen, und nicht Grenzen aufzeigen. Das verbindet."

Neben der Jugendband "Tojus" mit ihrer fetzigen Kirchenmusik umrahmten den abwechslungsreichen Abend die Darbietungen des Gesangvereins "Les Harmonies" aus Torre Pellice, südwestlich von Turin. Der 30 köpfige Chor unter der Leitung von Enrico Charbonnier, war im Rahmen der Waldenserfeierlichkeiten nach Deutschland gekommen und begeisterte die Zuhörer in der Thomasgemeinde mit traditionellem, waldensischen Liedgut. Die Texte der nur bruchstückhaft übermittelten französischen Gesangsstücke hatten die Laiensänger selbst recherchiert und harmonisiert.

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Letzte Aktualisierung: 16.2.2022

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