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Liederstrauß nach Geschmack des Publikums

Frühlingskonzert lockte 250 Zuhörer in die Nagoldhalle

(18.05.2000) jaso. Reife Herren, die vom Leben erzählten, von der Ferne, von der Heimat und - natürlich - von der Liebe; musikalische Damen, die einfühlsam dem Frühling frohlockten und Musik, die man heutzutage nur noch selten in den elektronischen Medien vernehmen kann, das alles gab es am Samstagabend in der Nagoldhalle Dillweißenstein. Der MGV Sängerkranz Weißenstein und der Gesangverein Wilhelmshöhe hatten zum Frühlingskonzert geladen und gut 250 Chormusik-begeisterte Zuhörer kamen.

Über den Chören prangten große, strahlendweiße, gotische Letter, die an den Anlass der Veranstaltung erinnerten: "25 Jahre Otmar Zündel". Die beiden Gesangvereine widmeten den Abend ihrem Chorleiter Otmar Zündel, der sie im letzten Vierteljahrhundert auf ihrem musikalischen Weg begleitete und führte.

Gestartet wurde mit Mozarts "Dir, Seele des Weltalls, oh Sonne" und im Anschluss folgte eine Komposition von Zündel selbst. "Die Sonnen scheint im ALter noch genauso schön" komponierte Zündel eigentlich für Gottlob Frick, der nach seinen Erfolgen unter anderem an der Mailänder Scala wieder in seine Heimat nach Ölbronn zurückkehrte und dort mit Zündel probte. "In der dortigen Gedächtnisstätte steht noch heute auf dem Flügel die Urfassung der Komposition," erklärte Zündel, seinen Stolz darüber dezent überspielend. Die Solokomposition arbeitete er zu einem Chorstück um und widmete sie dem 1994 verstorbenen Frick.

Jedesmal, wenn auf der Bühne die Chöre wechselten und sich dann der Vorhang wieder öffnete, begrüßte das Publikum die Sängerinnen und Sänger mit lautem Applaus. Hatte der Chor dann ein Lied angestimmt, klopfte mancher Gast leicht mit dem Absatz zum Takt, summte die fröhlichen Melodien oder sang leise mit. Der Liederstrauß, den Zündel für diesen Abend für seine Chöre gesteckt hatte, war ganz nach dem Geschmack des frühlingsfreudigen Publikums. Dabei gefiel auch die Abwechslung der Chöre: Der größere, reine Männerchor Weißenstein beeindruckte durch reifen Klang. Frischer sangen die gemischten Wilhelmshöher, die so die kleinere Sängerzahl wettmachten.

Den krönenden Abschluss intonierte Zündel zuerst mit einem Klavier-Solo. "Ich weiß von vielen Damen, dass sie sich das wünschen," lächelte Zündel und spielte "Frühlingsrauschen." Dann ein weiterer Höhepunkt des Abends: Zündel sagte mit seiner Komposition "Danke für die schöne Zeit" und alle Chöre gemeinsam sangen ihm dies zurück - nicht ohne zu versprechen, auch die nächsten 25 Jahre für die Vereine da zu sein.

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Letzte Aktualisierung: 19.11.2022

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