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Gute Laien sind besser als schlechte Profis

Frühlingskonzert der Dillsteiner Singgemeinschaft

(06.04.2000) jaso. Entlang der Ostküste der Adria erstrecken sich kahle Karstgebirge, darunter die Dinarischen Alpen. Nur direkt an der Küste und in den Tälern gedeiht die Pflanzenwelt. Haupterwerbszeig der Dalmatiner ist die Fischerei. Und die melancholischen Augenblicke, wenn die Fischerboote früh morgens zwischen den Kalkinseln in die Adria ausfahren, beschrieb am Samstagabend der gemischte Chor "Liederkranz" aus Karlsruhe Hagsfeld.

Für das "Frühlingskonzert 2000" der Dillsteiner Singgemeinschaft waren die Sängerinnen und Sänger zur Nagoldhalle angereist und stimmten mit ihren Sängerkollegen aus befreundeten Chören Lieder an, die meist von den wärmeren und ferneren Gefilden erzählten. Die knapp 300 Gäste, die wohl zum Großteil in der Goldstadt überwintert haben, träumten mit.

"WAs gibt es schöneres im Frühling, als sich zu freuen und zu singen," stellte Richard Wurster, der Vorsitzende der Singgemeinschaft Dillstein, fest und schon eröffneten die ,Lokalmatadoren' den Abend mit Gospelklängen. Mit "Hail Holy Queen" aus dem Film "Sister Act" scheuten sie sich nicht, ein Lied in einer ihnen fremden Sprache vorzutragen: Mehr als zwei Drittel des Chors kann kein Englisch. Ebenso hielt es die "Freundschaft Ersingen" mit Französisch. Vor dessen Zungenakrobatik fürchtete man sich aber trotzdem nicht und sang in der Sprache der Liebe von Küssen am Fuße des Eiffelturms und der roten Mühle in Pigalle. Lassen sich in den Übungsstunden der Chöre auch Fremdsprachen erlernen?

"Ich habe die Texte vorgesungen, bis sie die Sänger konnten. Außerdem habe ich die Lautschrift unter die Notenzeilen geschrieben," gesteht Musikdirektor Gerd Fleig. Er ist der Dirigent gleich mehrerer Gruppen. Außer Montags probt er jeden Tag mit einem Chor. Dabei versucht Fleig seinen Sängern ein "überlappendes Repertoire" anzueignen, damit man sich in Notsituationen aushelfen und Sänger austauschen kann. "Die Chorgemeinschaft besteht jetzt schon seit 40 Jahren."

Nicht in dieser Gemeinschaft, aber trotzdem willkommen beim Konzert: Der Sängerkranz Weissenstein, der unter der Leitung von Musikdirektor Otmar Zündel einen "klingenden Liederstrauß" verteilte, sowie der Liederkranz Engelsbrand, der eine Chorversion der Solokomposition Andrea Bocellis "Time to Say Goodbye" darbot.

Dann kam es zum großen Finale. Die über 120 Akteure der Chorgemeinschaft quetschten sich auf die Bühne - Stadtrat Gerhard Hahn befürchtete den Einsturz der Konstruktion. Man intonierte Vangelis'"Eroberung des Paradieses". Das Lied konnte wegen der Größe des Chors nie gemeinsam geprobt werden, der Auftritt war die Premiere, dennoch zeigte sich das Publikum beeindruckt. Und Fleig selbst? "Dass man zufrieden ist - das wird es nie geben," gibt der einstige Musik-Preisrichter zu, "aber gute Laien sind besser wie schlechte Profis."

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Letzte Aktualisierung: 9.11.2021

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