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Das Sonett

Historisches Phänomen mit Formtradition als Kampfmittel

Das Sonett im Nationalsozialismus

(01.03.2002) Viele Errungenschaften der Menschheit sind von ihrer Natur her gut. Doch wenn sie in die falschen Hände geraten, kann mit ihnen Unheil angerichtet werden.

Das Sonett ist so ein Fall: Im 13. Jahrhundert begann es sich über den abendländischen Kulturraum auszubreiten. Jede Kultur passte es seinem Kunstgeschmack ein wenig an. Die meist elfsilbigen Verse der sizilianische Urform waren Endecassillabi, in Frankreich favorisierte man den Alexandriner, in Deutschland fünffüßige Jamben. Dante, Petrarca, Michelangelo, Baudelaire, Rimbaud, Shakespeare, in Deutschland schließlich Gryphius und - nach langer Ablehnung - auch Goethe nahmen sich dieser speziellen Gedichtform an, um nur wenige zu nennen. Doch zur Zeit Gryphius litt das Sonett schon an Inflation: Dichter adaptierten das Sonett in zu freier Form nur zum Ausdruck eigener Entzückung und ließen es zum spielerischen, wenn nicht gar kitschigen ,Klinggedicht' absinken. Die religiösen (Gryphius, Greiffenberg) oder patriotischen (Fleming) Sonette hohen Anspruchs wurden mit in diesen Sog gezogen. In der Aufklärung gerieten Sonette völlig in Misskredit.

Vielleicht ist es Zufall, dass neben Jacopo da Lentino der Kanzler Friedrichs II., Petrus de Vinea, die Erfindung des Sonetts zugeschrieben. Aber die Erfindung des Politikers de Vineas wurde tatsächlich oft politisiert. Die Machart des Sonetts, hervorgegangen aus einer Jahrhunderte dauernden Evolution, war ausgefeilt und glaubwürdig. Und geriet in die falschen Hände! In der düstersten Zeit deutscher Geschichte wurde das Sonett zum Kampfmittel böser, aber auch guter Kräfte.

Diese Arbeit versucht, einen Überblick über nationalsozialistische Sonette und ihre Reaktion, den Widerstandssonetten zu geben.

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Letzte Aktualisierung: 16.2.2022

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